Im Sommer 1941 ließ Joseph Stalin zehntausende Menschen in Estland, Lettland und Litauen aus ihren Häusern vertreiben. Männer wurden ohne Gerichtsverfahren in Gefangenenlager gesteckt, Frauen und Kinder nach Sibirien deportiert. Ziel dieser Operation des sowjetischen Diktators war die "ethnische Säuberung" des Baltikums. Zurückkehren sollten nur wenige - eine von ihnen war die Estin Erna Tamm, glücklich verheiratete Mutter einer kleinen Tochter.
Martti Heldes Film folgt ihren in Briefe und Tagebucheinträge gegossenen Erinnerungen – und findet dafür eine unvergleichlich eindrückliche Filmsprache: In minutenlangen Plansequenzen verbinden sich die vielen kleinen Tableau-vivant-Momente, in denen die Kamera durch die wie in Fotos erstarrten Figuren gleitet, zu einem großen Fresko der "lebendigen Bilder".
Äußerst kunstvoll und auf der anderen Seite sehr berührend gelingt es „In the Crosswind“, vom Einreißen einer Idylle und dem Auseinanderreißen einer Familie zu erzählen. Für Erna nimmt die Zeit während der unmenschlichen Entbehrungen eine andere Dimension an. Für die Zuschauenden wird die bebilderte Zeitgeschichte gerade in der Erstarrung unglaublich lebendig. Was für eine eindrückliche Zeitreise und was für eine cineastische Entdeckung, auf die es sich einzulassen lohnt!
Im Sommer 1941 ließ Joseph Stalin zehntausende Menschen in Estland, Lettland und Litauen aus ihren Häusern vertreiben. Männer wurden ohne Gerichtsverfahren in Gefangenenlager gesteckt, Frauen und Kinder nach Sibirien deportiert. Ziel dieser Operation des sowjetischen Diktators war die "ethnische Säuberung" des Baltikums. Zurückkehren sollten nur wenige - eine von ihnen war die Estin Erna Tamm, glücklich verheiratete Mutter einer kleinen Tochter.
Martti Heldes Film folgt ihren in Briefe und Tagebucheinträge gegossenen Erinnerungen – und findet dafür eine unvergleichlich eindrückliche Filmsprache: In minutenlangen Plansequenzen verbinden sich die vielen kleinen Tableau-vivant-Momente, in denen die Kamera durch die wie in Fotos erstarrten Figuren gleitet, zu einem großen Fresko der "lebendigen Bilder".
Äußerst kunstvoll und auf der anderen Seite sehr berührend gelingt es „In the Crosswind“, vom Einreißen einer Idylle und dem Auseinanderreißen einer Familie zu erzählen. Für Erna nimmt die Zeit während der unmenschlichen Entbehrungen eine andere Dimension an. Für die Zuschauenden wird die bebilderte Zeitgeschichte gerade in der Erstarrung unglaublich lebendig. Was für eine eindrückliche Zeitreise und was für eine cineastische Entdeckung, auf die es sich einzulassen lohnt!